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Badespaß steht nichts im Weg

Werkausschuss segnet den Corona-Bestimmungen angepasste Haus- und Badeordnung ab

Das Erlebnisbad startet am morgigen Mittwoch in die Saison – verspätet und unter neuen Umständen. Denn für die Öffnung musste der gesamte Betrieb den geltenden Corona-Regelungen angepasst werden. Entsprechend zu ändern ist auch die Haus- und Badeordnung. Dies hat der Werkausschuss der Stadtwerke, unter deren Regie das Erlebnisbad läuft, in der jüngsten Sitzung einstimmig getan.

Bürgermeister Wolfgang Beißmann, zugleich Vorsitzender des Ausschusses, sagte, dass er im Vorfeld alle Mitglieder des Gremiums telefonisch über den Maßnahmenkatalog (wir berichteten) informiert und deren Zustimmung eingeholt hatte, um diesen zeitnah aufstellen zu können. Im Anschluss ging er noch einmal kurz auf die wichtigsten Elemente ein. Er erläuterte das Einbahnsystem beim Betreten und Verlassen, die maximalen Besucherzahlen, die geänderten Öffnungszeiten und Eintrittspreise sowie die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln.


Der Rathauschef betonte, dass man im nächsten Jahr eventuell wieder eine neue Haus- und Badeordnung aufstellen müsse: "Wir hoffen inständig, dann wieder zum Normalbetrieb zurückkehren zu können." Aber schon jetzt werde man wahrscheinlich, bedingt durch mögliche Änderungen der Corona-Regeln, auf Neuerungen reagieren müssen: "Das ist ein dynamischer Prozess, der uns vor Herausforderungen stellt und enormen Aufwand mit sich bringt", sagte Beißmann.

Besonders wies er noch auf die "Schwimmbad-Ampel" hin, die man auf der Homepage der Stadtwerke findet. "Es ist kein Echtzeit-Ticker, aber ein einfaches System, das grob anzeigt, wie viele Besucher gerade im Erlebnisbad sind." Dies sei gerade für Leute, die von weiter herkommen, eine Möglichkeit, sich zu informieren, wie es ausschaut. Schließlich wolle man nicht, dass die Menschen vor dem Bad lange warten, weil es voll ist.

Dr. Simon Riedl lobt schlüssiges Konzept. Breite Zustimmung für die Vorgehensweise gab es aus den Reihen des Gremiums. "Das ist ein schlüssiges und stichhaltiges Konzept, sinnvoll und tragfähig auch aus medizinischer Sicht", lobte Dr. Simon Riedl (CSU). Wer und wie kontrolliert wird, ob die Maßnahmen eingehalten werden, wollte Sarah Kandlbinder (Grüne) wissen.

Beißmann antwortete, dass bis zu sechs Mitarbeiter unterwegs sein werden, welche zum Teil die Stadtwerke als Betreiber der Einrichtung abstellen. Aber auch Externe, die eingestellt werden. "Wir haben Verantwortung für die Sicherheit von Besuchern und Personal. Unser Konzept ist bei den Aufsichtsbehörden gut angekommen."

Hermann Gaßner (Junge Liste/Bürgerliste) ging auf die Sonderregelung bei der Altersbeschränkung ein. Das Infektionsschutzgesetz schreibt nämlich vor, dass Kinder unter 14 Jahren nicht alleine das Erlebnisbad besuchen dürfen, sondern nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder eines für die Betreuung zuständigen Erwachsenen. Er schlug vor, hier die Kindertagesstätten und Schulen bei der Information miteinzubeziehen, damit es an der Kasse nicht zu Ärger kommt. "Wir werden das weitergeben", versprach Beißmann.

Ein anderes Thema griff Karl Hafner (CSU) auf. Nach seinen Worten hätten sich die Beschwerden in der Vergangenheit gehäuft, weil die Schließfächer im Freibad von Gästen dauerhaft belegt und blockiert werden und somit keine freien zur Verfügung stehen. Beißmann berichtete, dass eine neue Wand mit 135 zusätzlichen, nur für den Tagesbedarf gedachten Schließfächern errichtet worden sei. "Das wird auch kontrolliert." Man könne aber an der alten Anlage Schließfächer für einen längeren Zeitraum mieten. "Damit sollte das Problem gelöst sein. Das sollte auf alle Fälle auch für den Normalbetrieb reichen."

Abschließend zeigte sich Beißmann zufrieden, dass man auch in der schwierigen Corona-Zeit den Badespaß für die gesamte Familie anbieten kann – und das "zu äußerst attraktiven Eintrittspreisen", wie er hervorhob.


Quelle: Passauer Neue Presse (pnp.de)

Quelle: Gerhard Huber